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Oben: Der Pallisander- oder auch Rosenholz Salon; in der Ecke linker Hand ist die eigens angefertigte Truhe zu erkennen, in der Alexandra ihre persönlichsten Erinnerungen aufbewahrte.

Vor der Einrichtung des Ahorn Salons war dies der bevorzugte Aufenthaltsort der kaiserlichen Familie innerhalb ihrer Privaträume. In seinen frühen Tagebüchern beschrieb Nikolaus ihn als das grüne "Chippendale Kabinett". In jenen Tagen war es durchaus üblich, den Kamin des Zimmers mit seinen zahllosen Fächern und angefügten Regalen als ein Stück im Chippendale Stil zu bezeichnen. Nikolaus und Alexandra mochten diesen Raum sehr gerne und er war während der ersten Jahre nach ihrer Heirat ihr erklärter Lieblingsplatz für Stunden zu zweit.

Die Wände waren mit blassgrüner Seide bespannt und englisches Parkett mit einem brillantförmigen, von purpurfarbenen Kränzen umwundenen Muster bedeckte den Boden.

In der Mitte des Raumes hing ein großer, bronzener Empire-Kristalleuchter

Links: Die Kaminecke des Pallisander Salons.

Die Gemälde, die den Salon schmückten, hatten Nikolaus und Alexandra persönlich ausgewählt und spiegelten ihre jeweiligen Vorlieben wieder. Die Gemälde zu beiden Seiten des Kamins hatte die Kaiserin eigens für diesen Platz erworben. Das linkeÊwar eine Jugendstilarbeit mit dem Titel "Die Verkündigung Mariä". Rechter Hand hing die "Jungfrau mit dem Kind" von Paul Thuman. Darüberhinaus fanden sich ein Portrait von Alexandras Vater, dass Plueskow 1894 geschaffen hatte und ein solches ihrer früh verstorbenen Mutter, der Prinzessin Alice von Großbritanien und Irland - eine Kopie nach Kobervein. Das größte Werk des Raumes war ein gigantisches Ölgemälde des hessischen Schlosses Romrod bei Alsfeld, wo Alexandra als Kind und junge Frau regelmäßig den Herbst verbracht hatte. Der Künstler war Eugen Bracht. Außerdem gab es Arbeiten berühmter russischer Maler und ein Auquarell des englischen Künstlers Sir Edward Poynter, dass Nikolaus während eines Aufenthaltes in England erworben hatte.

In den Wandschirm, der vor dem Kamin stand, waren Aquarellzeichungen der hessischen Residenzen aus Alexandras Kindheit eingelassen. Vor dem Kamin war darüberhinaus ein Weidenschrim angebracht und zahlreiche Fächer und Ablagen enthielten Stücke aus der Royal Copenhagen Porzellanmanufaktur. In der Mitte des Kaminsimses stand eine Jugendstiluhr, beidseitig von Galle und auch russichen Glasarbeiten umrahmt.

Gäste, denen das Zarenpaar besondere Gunst erweisen wollte, wurden zur Audienz in dieses Zimmer gebeten, das zu den kaiserlichen Privatgemächern zählte. Hochglanzpolierte Rosenholzpanele von einer besonders warmen Farbgebung bedeckten die Wände. Das Mobiliar war eingens von Meltzer entworfen und in seiner St.Petersburger Firma hergestellt worden. Das ausgewählte Material - Rosenholz mit kunstvollen Intarsien aus seltenen Holzsorten - korrespondierte hervorragend mit den Wandpanelen. Die Einrichtung bezeichnete man in jenen Tagen als typisch englisch und sie ähnelte dem von Bing in seiner pariser Ausstellung gezeigten sehr. Sie fand allgemeine Begeisterung.

Als englisch galten vor allem die Verwendung hoher Wandvertäfelungen und kontrastierender Stoffsorten. Meltzer vermischte hier die eher biederen Elemente der Gründerzeit mit den erfrischenden Einflüßen des Jugendstils, was sich am besten in den Proportionen der Möbelstücke und ihrer neuen Dekorationen zeigt. Die neue Richtung kommt aber auch in den sehr plüschigen Bezügen einiger Arbeiten zum Ausdruck, die wesentlich bequemer waren, als das antike Mobiliar. Die hier verwendeten Stoffe waren schwer und aufwendig gewebt; das Parkett passte sehr gut zu jenem im Malvenboudoir, obwohl die Farben recht verschieden waren. Die seidenen Wandbespannungen waren in einem blaßen gelb/grün gefärbt. Der Pallisander Salon war ein ideales Speisezimmer und wurde mitunter auch zu diesem Zweck verwendet - meist für die tägliche Teestunde.

Rechts:Die Sitzgruppe des Pallisander Salons, wo zahlreiche Privataufnahmen der Romanows entstanden. An der Wand sind das große Gemälde von Schloss Romrod, sowie Portraits von Zarewitsch Alexej (darüber) und der Mutter der Zarin, Großherzogin Alice von Hessen (rechts daneben) zu erkennen.

In einer speziell zu dieser Verwendung angefertigten Truhe, die sich in der Ecke der auf den Korridor hinausgehenden Türe befand, bewahrte Alexandra neben der Babykleidung ihrer Kinder auch ihre eigenen winzigen Kindheitserinnerungen aus Darmstadt und Geschenke ihrer Großmutter, Queen Victoria auf. Viele dieser Stücke befinden sich heute im Schloss Pawlowsk. Zu den wichtigsten Dingen, die sie dort hütete, zählten auch die Briefe, die sie der Queen im Laufe der Jahre geschrieben und die ihr Onkel Edward VII ihr nach dem Tod der Monarchin 1901 zurückgegeben hatte. Auch die Briefe, die sie von Nikolaus erhalten hatte, fanden hier ihren Platz.

Der Raum beherbergte viele Stücke aus dem Hause Faberge, darunter eine kleine Jugendstilkommode aus Pallisanderholz mit Silberbeschlägen, die einer von Alexandras erklärten Lieblingen war.

Zwei Telefone waren im Pallisander Salon installiert, von denen das eine mit der Außenwelt, das andere ausschließlich mit dem Winterpalais in St.Petersburg verbunden war. Während der dunklen Tage der Revolution, als Alexandra und die Kinder allein im Palast lebten, konnte sie mithilfe dieses Apparates Kontakt mit dem Kommandant des Winterpalais, General Ressin aufnehmen.

Bob Atchison
Dieses wurde in Deutschen von Thomas A. übersetzt, und wir möchten ihm für seine Arbeit sehr viel danken.

This was translated into German by Thomas A., and we wish to thank him very much for his work.

 

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